Marke Volkswagen / KI in der Marktforschung / e-Scooter
Shownotes
In dieser Folge beantworten die Gesellschaftsforscher und Psychologen Thomas Ebenfeld und Dirk Ziems im Gespräch mit Medienexperte Marzel Becker folgende Fragen:
- Volkswagen: Ist die deutsche Ur-Auto-Marke noch zu retten?
- Künstliche Intelligenz: Wie kann KI in der Marktforschung eingesetzt werden?
- e-Scooter: Warum polarisiert die neue Fortbewegung in Städten so sehr?
Produziert wird der Podcast vom Kölner Medienbüro MAASS·GENAU.
Fragen, Anregungen, Kritik unter: kontakt@dasmarktpsychogramm.de
Studien und Infos unter:concept m
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00:00:03: Das Marktpsychogramm.
00:00:05: Menschen, Marken,
00:00:07: Medien!
00:00:09: Mit den Psychologen
00:00:10: und Gesellschaftsforschern
00:00:11: Thomas Ebenfeldt
00:00:12: und Dirk
00:00:13: Ziems vom Institut Konzept M präsentiert von
00:00:17: Medienexperte Marcel
00:00:19: Becker.
00:00:21: Heute geht es um drei Beispiele dafür dass Veränderung selten am Produkt scheitert sondern oft an uns.
00:00:29: Es geht um Volkswagen, künstliche Intelligenz und Biscouter Los geht's.
00:00:36: Wenn Volkswagen eine Anleihe wäre, würde eine Rating-Agentur den Konzern noch mit solide bewerten oder inzwischen schon auf Ramschniveau herunterstufen.
00:00:45: Also Jahrzehntelang war VW einfach nur top!
00:00:48: Heute kämpft der Konzert mit China Software Elektromobilität und einem Markenbild das möglicherweise ein bisschen aus der Zeit gefallen wirkt.
00:00:57: Thomas und Dirk jetzt mal im Ernst ist Volkswagen noch zu retten und ich kenne euch beide.
00:01:01: ihr werdet nicht mit irgendwelchen Durchhalteparolen kommen.
00:01:04: Ja, also Volkswagen ist noch kein Ramschpapier.
00:01:07: Aber es ist auch nicht mehr dieser unerschütterliche industrielle Bundes-Schatz.
00:01:12: dafür galt die Marke ja jetzt Jahrzehnte.
00:01:14: das war eigentlich ein nationales Symbol.
00:01:17: natürlich haben sie noch Substanz eine Marke Werke Entwicklungswissen Kundenbeziehungen sind natürlich global auch präsent.
00:01:24: aber das stammt ja noch aus Teilen aus einer automobilen Welt deren Spielregeln sich gerade rasant ändert.
00:01:32: Und das Problem ist jetzt nicht nur einfach, dass VW den Elektroantrieb verschlafen hat.
00:01:37: Das ganze Auto, das sehen wir wird neu definiert von so einer hoch entwickelten Maschine mit Verbrennern und Ventilen und Motor zu einem vernetzten digitalen Lebensraum auf Rädern und Volkswagen war halt der Meister dieser alten Welt.
00:01:51: Fahrwerke, Fertigungsqualität, Motorskalierung und jetzt bei Software-Batteriebetriebssystem hängen sie halt etwas hinterher sind die eigentlich in so einem klassischen Innovatorsdilemma.
00:02:04: Das besagt ja mal, je erfolgreicher eine Organisation in der alten Logik ist, desto schwerer fällt es hier auch sich von der dann wieder zu lösen.
00:02:12: und da wird die eigene Stärke zu so einem Beharungsmoment.
00:02:15: Und ich erwarte jetzt auch erst einmal keinen spektakulären Befreiungsschlag sondern eher einen jahrelangen schmerzhaften Umbau.
00:02:22: Ja, das kann man schon sagen.
00:02:24: Volkswagen steckt tief in einer großen Krise drin.
00:02:27: Es ist schon so dass sich da Fehlentscheidungen kumuliert haben und die alte Welt In der Volkswagen lange hängen geblieben ist.
00:02:36: Spaltmaße der Kult um den Diesel dann dieser Riesendiesel.
00:02:41: Skandal hat die dreißig Milliarden gekostet also auch natürlich viel Geld verschlogen was man in die Innovation hätte stecken können.
00:02:49: solche Wirkungen gehen dann auch zehn Jahre noch nach wenn einmal der Wurm drin ist.
00:02:54: und die Erneuerungsbewegung, die sie unter dem Vorstandsvorsitzenden dies hatten.
00:03:00: Die ist halt auch vom Apparat in Wolfsburg ausgebremst worden.
00:03:04: Und jetzt haben wir eigentlich so in Aussicht das sich der Konzern wandeln wird und er wird ein Stück weit chinesisch auch sein weil die Entscheidung wird sein ob Volkswagen in China erfolgreich sein kann.
00:03:19: Wenn das China und das US-Geschäft wegfallen, dann hat Volkswagen in der jetzigen Größe keine Überlebenschance.
00:03:28: Wenn es aber gelingt mit den chinesischen Subfirmen die haben, das Entwicklungszentrum dort, die eigene Produktion weiterzukommen – und es deutet sich auch an dass letztlich als VW gebadchte chinesische Fahrzeuge auch in Europa verkauft werden?
00:03:45: Dann kann der Konzern überleben!
00:03:47: Über China sprechen wir gleich.
00:03:48: Ich will nur noch einmal nachfragen, weil ihr gesagt habt so die Zeiten haben sich ja auch geändert.
00:03:53: also ich sag mal vor vierzig Jahren war es doch wie folgt junge leute haben irgendwie einen führerschein gemacht dann haben sie gespart um sich unbedingt als erstes auto ein golf zu kaufen.
00:04:03: dieses ritual ist doch vorbei.
00:04:04: und hat man das verpennt bei vw dass sich die zeiten so geändert haben?
00:04:08: oder ist das bei so einer großen firma auch normal dass man nicht immer am puls der zeit sein kann?
00:04:15: Ja, also was du beschreibst früher.
00:04:17: Das gab ja auch diesen romanen Generation Golf.
00:04:20: Früher war der Golf ein biografisches Aufstiegsobjekt.
00:04:23: Ich erinnere mich selber noch dran wer konnte sich dann so einen Golf leisten?
00:04:27: und bei wem?
00:04:28: hat es nur für den Viert Punto gereicht?
00:04:30: oder in Fiesta oder so?
00:04:31: das war schon eine Markierung.
00:04:32: aber das waren ganz andere Zeiten.
00:04:34: wir hatten eine ganz andere Bedeutung des Autonomials Wir hatten eine ganze andere Form von Mobilität.
00:04:39: auch Es gab noch keine billige Airlines und also es hatte einen ganz ganz anderen Rang.
00:04:44: Das war ein Status-Symbol und das war immer so eine Markierung.
00:04:48: Jetzt beginnt mein eigenes Leben mit diesem Auto!
00:04:51: Wir sehen ja heute teilweise, dass die junge Generation bis in die Anfang Mitte zwanziger überhaupt nicht den Führerschein machen oder warten.
00:04:59: also da hat sich unheimlich viel verändert die ganze Art wie wir auch Mobilität letztlich bestreiten.
00:05:04: Und damals müssen wir auch realistisch sagen gab es halt ne begrenzte Auswahl an Fahrzeugen.
00:05:08: Wir hatten noch nicht die Dominanz der chinesischen Marken.
00:05:10: Die koreanische waren noch gar nicht da.
00:05:12: Jetzt haben wir noch die chinesischen Marken und so, das waren wirklich ganz andere Zeiten.
00:05:16: Und dass man das nicht über Jahrzehnte aufrechterhält ist auch klar.
00:05:20: Ja was auch dafür spricht es jetzt natürlich in der junge neuen Generation.
00:05:25: also geht ja bis in die Dreißiger letztlich das digitale die zentrale Technologie ist und nicht mehr irgendwas mit Motoren und Mechanik.
00:05:35: Das ist ja auch so, dass das Fahrzeug von China-Ausgehen so umdefiniert wird.
00:05:39: Dass die Entertainmentfunktionen und die ganze Digitalisierung des Fahrens... ...das ist eigentlich so die Zukunftsdimension.
00:05:46: Dazu gehört ja auch das Autonomefahren was wahrscheinlich schneller kommt als wir jetzt noch denken.
00:05:52: Also fahr Spaß!
00:05:54: Auch eine Marke wie BMW hat dann ein Problem wenn man sich lange Zeit definiert als eben die Ultimate Driving Machine Fahrspaß und das ganze Fahrgefühl so einen Mittelpunkt rückt.
00:06:06: Das ist für eine aktuelle Generation, da kommt der Trend auch aus China gar nicht so maßgebend sondern so Aufenthaltsqualitäten.
00:06:15: Dass also die ganzen Betriebssysteme vom Smartphone automatisch dann weiter abrufbar sind im Auto, dass es da Home Entertainment gibt... Ich spreche jetzt so viel über China weil das den Puls sets für was in der automobilen Zukunft kommt.
00:06:30: Die Chinesen machen gerne Pause und dann strecken sie die Beine aus, und dann fährt der Großbildschirm aus.
00:06:36: Und dann gucken die sich da erst mal ein Film an im Auto.
00:06:40: Das sind ganz andere Gewohnheiten, die die haben!
00:06:43: Aber Doc du gibst uns tiefe Einblicke in die chinesische Welt.
00:06:46: das ist ja auch immer sehr spannend.
00:06:47: aber trotzdem musst du uns eins mal erklären dass sind ja alles Beobachtungen die man auch so als VW Manager machen kann.
00:06:54: Man sieht ja was die Konkurrenz macht.
00:06:57: Ich verstehe immer noch nicht, warum VW jetzt plötzlich, heißt es immer Jahrzehntelang hinterherläuft.
00:07:04: Also wie konnte das passieren?
00:07:06: War man auf einem so hohen Raus und hat gesagt China, da nehmen wir einfach nicht ernst!
00:07:09: Wir verkaufen unsere Autos läuft schon oder sind sie blind?
00:07:12: ich kann's nicht nachvollziehen.
00:07:14: Da sind mehrere parallele Entwicklungen gelaufen.
00:07:17: auch im Konzern muss sich mal klar machen Die Autokonzerne sind Riesenapparate.
00:07:23: Und Thomas Sprach ist schon vom Innovatorsdilemma, die waren vor der Herausforderung.
00:07:27: das Geld haben sie verdient mit den Verbrennern bis heute und auch noch über Jahre hinweg und Sie haben halt versäumt sich eine Basis zu schaffen – auch mit dem neuen Auto was jetzt kommt!
00:07:40: Mit dem elektrifizierten digitalisierten Auto da kostengünstig zu produzieren, da die Basistechnologien auch ins Land zu ruhen.
00:07:49: Wir haben also in Europa große Schwierigkeiten eine Batterieindustrie zu etablieren und wir haben Probleme bei VW gehabt bis heute mit dem Betriebssystem.
00:07:59: Ein
00:08:00: anderer Aspekt ist einfach dass die Produktionskosten in Deutschland viel zu hoch sind und das die Chinesen mit den strukturellen Bedingungen, die sie halt im Land nun mal haben, die Autos zur Hälfte produzieren können.
00:08:12: Bedeutet das aber dann für VW im Umkehrschluss, wenn Sie diese ganzen Probleme mit den Kosten etc.
00:08:18: gelöst haben?
00:08:18: Brauchen die jetzt so ein Big Bang, ich sag mal, so ein überragendes neues Modell wie das Auto aus der Zukunft wirkt?
00:08:26: oder ist das so eine PÖA-PÖ-Entwicklung?
00:08:28: Ich würde immer sagen dafür haben die ja gar keine Zeit für PÖAPÖ, da muss doch jetzt irgendwas wirklich Bahnbrechenes passieren!
00:08:35: Ja, dass es auch noch wichtig zu verstehen VW hat da eigentlich auch immer so auf das Weltauto gesetzt.
00:08:42: Also zum Beispiel zuletzt den Tiguan, also so ein Modell was man weltweit vermarkten kann, was dann so einen Mittelgeschmack trifft.
00:08:53: In den USA wurde es auch verkauft oder in Deutschland und China.
00:08:57: ins Zukunft wird es notwendig sein viel regionaler zu denken.
00:09:01: Die Chinesen haben einfach eigene Fahrzeugvorlieben die Amerikaner Europäer wiederum andere.
00:09:09: Und Toyota hatte das eigentlich schon jahrzehntelang vorgemacht, die hat nie diese Weltautos sondern die haben für jeden der Märkte eigene Autos entwickelt.
00:09:18: und auch in die Richtung geht jetzt Volkswagen und hat da auch gelernt.
00:09:22: sozusagen dass ist der alte Weg so ein Modell für alle einen Golf für alle.
00:09:27: Das ist so deutsches Denken.
00:09:29: das ist vorbei.
00:09:30: also es ist schon lange vorbei.
00:09:32: Ja, das wird es nicht mehr geben.
00:09:33: Allein durch die Vielfalt und so eine monopolartige Stellung, die die hatten... Das ist allein durch die schiere Anzahl der Anbieter und der Modelle.
00:09:41: Wir reden hier nicht von Verdopplungen sondern vielfach mehr.
00:09:45: aber trotzdem bräuchte die Marke irgendwas wo dieser Fortschritt diese Innovation noch mal stark verdichtet wird?
00:09:52: Das war ja der Versuch mit Idee!
00:09:54: Also dieser Reihe, das entsprechend aufzumachen.
00:09:57: Und das funktioniert so zart in Ansätzen aber so dass richtig durchschlagen wo man sieht also neun golfer sich kriegen.
00:10:06: aber wieso Dass psychologisch aber verdichtet ist, dass die jetzt diese Transformation nicht nur angenommen haben sondern da vielleicht auch wieder eine Führerschaft gehen wollen das bräuchten sie schon.
00:10:15: Das wird wichtig sein für die Marke.
00:10:17: Also es kommt ja jetzt... Auch der ID Polo raus!
00:10:22: Das soll ja so auch der Schiff sein weil das erste Elektroauto von VW für fünfzwanzigtausend Euro Es ist ein Kleinwagen und Sie nehmen so ein Stück weit das Erbe vom Polo auf.
00:10:35: Da hatten sie verstanden Wenn Sie jetzt die gelernten etablierten Marken alle einfach einstampfen zu so ID.II, ID.III und ID.IV – das ist keine gute Idee!
00:10:46: Vielleicht wird dieser ID Polo ein Stück Neustart-Signal sein aber es ist eben schwierig.
00:10:53: wenn's schief geht haftet VW zukünftig so gewissermaßen den Loser-Image an Das was sie nie hatten und das kann gefährlich werden.
00:11:03: Was ja auch zentral ist, heute ist der Kaufentscheidungsprozess bei Käufern anders.
00:11:07: Früher hat man auf Motorenqualität Verarbeitung Interiors Luxusgefühl Oberklasse Gefühl vielleicht geachtet Das Verkauf entscheidend.
00:11:15: heute schiebt sich halt das, was Dirk eben meinte.
00:11:17: Was anderes rein?
00:11:18: wie gut ist die Software?
00:11:20: Wie zeigt der Miladeinfrastruktur an immer noch da wo Tesla auch führend ist.
00:11:24: also Da ist es fast ausgeschlossen dass man da irgendwie nicht aufgeladen irgendwie weiterfahren kann Und das ist was.
00:11:31: Da hat VW natürlich auch bei der Softwareentwicklung einiges verschlafen, hat vor einigen Jahren sich Barrivian da auch beteiligt und geguckt ob sie die Software reinkriegen.
00:11:40: aber das ist ein Kriterium was kaufentscheidend mit sein wird.
00:11:45: Und da sind aktuell die Chinesen oder auch Tesla deutlich besser
00:11:50: Also diese Furcht vor einem Loser-Image.
00:11:53: wenn ich mir jetzt nur aktuell die Berichterstattung über VW angucke Dann würde ich ja sagen, na das ist ja absolut loser.
00:11:59: Weil es wird ja nur noch darüber gesprochen die für Leute sie entlassen welche Produkte sie einstellen welche Werke vielleicht zugemacht werden.
00:12:06: und dann lese ich parallel dazu dass Tesla in Deutschland sieben tausend neue Arbeitsplätze schafft.
00:12:11: da denke ich doch was läuft da schief?
00:12:13: Und wie wollen die daraus kommen?
00:12:15: Also du sagst es Mathe, das war ja zehntelang war VW die Ikone für den Erfolg des deutschen Wirtschaftsmodells und man hat ein VW auch gekauft um stückweit für sich aus so einem Gefühl mitzukaufen.
00:12:31: Ich gehöre zu der soliden erfolgreichen deutschen Mitte!
00:12:36: Und dieses Gefühl gerät jetzt abhanden Das ist ja ambivalent geworden.
00:12:41: Wie viel traut man der Marke Deutschland noch zu?
00:12:44: Und jetzt wird VW auch zum Symbol, dass VW selber so ein Wackelkandidat ist und man kauft sich da nicht mehr ein in so ein solides deutsches Erfolgs-Image wie das Jahrzehnte lang war.
00:12:59: Hier liegt auch das große Problem Und auch das Problem im europäischen Markt, das hat ja auch Ausstrahlung auf so Märkte wie UK, Frankreich, Italien.
00:13:10: Die VW immer als Symbol deutscher Automobiler-Führerschaft gesehen haben und auch in diesen Märkten werden zukünftig natürlich dann neue chinesische Marken rein drängen.
00:13:23: Aber wir müssen einfach festhalten, VW kämpft mit sehr vielen strukturellen Problemen.
00:13:29: Das eine sind die hohen Kosten und das andere ist Der Regulierungswahnsinn möglicherweise in Deutschland, oder?
00:13:34: Absolut.
00:13:35: Also die Bürokratie ist natürlich enorm das wissen wir.
00:13:38: aber VW hat natürlich durch die Verwicklung da auch dasselang Niedersachsen ist drin extrem stark gibt die Rebsräte die Gewerkschaften sehr viele Interessen sich natürlich da auch eine eigene Welt geschaffen mit enormen Löhnen was natürlich auch die Produktionskosten hochgetrieben hat.
00:13:54: Ja und es kommt ein Punkt dazu, nicht nur auf der Seite des Smartphone on Wheels.
00:14:00: Also dass das neue Auto ganz anders konzipiert ist aber auch auf der seite der Produktion hat sich das revolutioniert also fort hatte ja das Fließband erfunden.
00:14:11: bis heute ist das fließband zentral in der produktion.
00:14:15: Aber inzwischen gibt es das sogenannte Unboxing-Verfahren, also dass man das Auto in vier Komponenten gleichzeitig herstellt viel effektiver und diese Technologie beherrscht Volkswagen auch noch nicht.
00:14:28: Dr.
00:14:28: Du hast vorhin gesagt, dass autonome Fahren kommt viel schneller als wir glauben?
00:14:33: Das bringen doch bitte zum Schluss bei diesem Thema VW nochmal auf den Punkt!
00:14:37: Wann ist es so weit in Deutschland?
00:14:39: oder war das eher eine perspektivische Einschätzung?
00:14:42: Das ist jetzt schwer zu sagen auf ein Jahr befristet, ob das schon neunzwanzig sein wird oder ein dreißig.
00:14:49: Aber es steht so erwarten dass die Fortschritte in der KI diese wohl von Tesla in Amerika also auch von den chinesen BYD und andere sehr weit vorangetrieben werden.
00:15:01: die Durchbrüche kommen.
00:15:02: Also Tesla hat ja jetzt das Robotaxi auch praktisch freigesetzt.
00:15:07: Das fährt autonom schon rum.
00:15:09: Eigentlich haben die das Problem als gelöst erklärt, ich kann da jetzt nicht genau sagen wann das in den deutschen Markt kommt.
00:15:16: es kann auch sein dass dann eine Abwehrschlacht stattfindet und die deutsche Regulierung das ausbremst um VW zu schützen weil die Systeme die die deutschen Hersteller haben liegen jetzt meiner Beobachtung nach um drei bis fünf Jahre zurück.
00:15:32: Die Studie
00:15:35: Künstliche Intelligenz verändert im Moment fast jeden Beruf.
00:15:38: Die einen lassen sich Texte schreiben, andere programmieren mit KI wieder anderer Stellen Bilder oder Musik.
00:15:44: und seien wir ganz ehrlich sehr viele Menschen machen mit KI einfach nur Quatsch!
00:15:48: Aber kann KI eigentlich auch verstehen, warum Menschen bestimmte Produkte kaufen?
00:15:53: Und kann sie Unternehmen helfen, bessere Entscheidungen zu treffen.
00:15:56: Thomas und Dörg, ich glaube das ist ein Spezialgebiet von euch!
00:15:59: Wenn die meisten Menschen KI hören, denken Sie ja an, müssen wir uns nichts vormachen, einen Chatchi-BT.
00:16:03: Ihr sprecht aber von psychologischer KI – was bitte schön ist
00:16:07: das?!
00:16:08: Also Chachipiti oder Claude sind zunächst einmal sehr leistungsfähige allgemeine Sprachmodelle, die erkennen die sprachlichen Muster Aber ja nicht automatisch eine psychologische Tiefenstruktur.
00:16:20: einer konkreten Produktkategorie, einer Zielgruppe und haben konkretes phylogisch Verständnis von Marken.
00:16:28: Und die Psychologische KI, wo auch Dirk der Feder führend in den letzten drei Jahren forscht wird dagegen mit realer Forschung tiefen Interviews Nutzungs-Situation motivend konflikten paradoxien kulturellen Code Street trainiert.
00:16:41: Darauf bauen wir jetzt Modelle auf, die wir dann für unsere Kunden entsprechend umsetzen.
00:16:47: In der Tat die Large Language Models, sei es jetzt Chatchi PT oder Claude ist ja im Moment so in oder Gemini.
00:16:53: Die sind sozusagen die Basisinfrastruktur dieser KI-Revolution, die jetzt auch in die verschiedenen Berufsfelder einzieht.
00:17:04: Das was sich jetzt entwickelt und wo wir, können wir so bescheiden sagen, auch einen gewissen Anteil haben das zu entwickeln, ist so ein Leer da draufzubauen.
00:17:14: Also ein Layer, der jetzt das Know-how der Psychologie praktisch mit diesen Large Language Models vermählt und der bedienbar ist und mit dem man dann eben Konsumenten simulieren kann.
00:17:28: Sodass sich so etwas wie psychologische Konsumentenzwillinge ergeben die man analog und mit einer großen Authentizität befragen kann Wie echte Konsument
00:17:41: Genau, da bauen wir alle möglichen Zielgruppen nach.
00:17:43: Also die Antworten dann auch wie Menschen wenn sie gut trainiert sind auf guten Datenbasieren.
00:17:47: Ärzte Vertriebsmitarbeiter Einkäufer des Handels und so.
00:17:52: das können jetzt alles sehr differenziert aufbauen.
00:17:55: Und dass hat er nicht dieses nondirektionale gestreute oder also die sprachmodelle Die haben ja letztlich immer eine antwort.
00:18:03: Aber hier sind es die spezifischen Perspektiven die so sind wie's auch reale probanten haben.
00:18:10: Aber vielleicht könnt ihr das ein bisschen konkreter machen.
00:18:12: Vielleicht auch zum Beispiel anhand von Ritter.
00:18:14: Sport ist ja nur einer von vielen Kunden, mit denen ihr auf diesem Gebiet zusammenarbeitet und ihr habt mit denen, glaube ich wenn ich es richtig verstanden habe, Woivinare gemacht und dass vielen Leuten dort vorgestellt etwas was ihr ja seit Jahren eigentlich schon macht.
00:18:26: aber vielleicht können wir jetzt mal eine Schokoladenmarke einfach als Beispiel nehmen.
00:18:30: Was kann man durch eure Idee durch diese KI-Personas jetzt speziell für ne Schokolademarke lernen?
00:18:37: Also der große Vorteil ist, dass die ihre Konsumenten also die verschiedenen Schokoladen-Konsumententypen praktisch direkt am Tisch haben immer wenn sie eine Fragestellung unternehmen haben.
00:18:50: Ganz konkret!
00:18:51: Wenn es darum geht so neue Sorten zu entwickeln und Sie wollen wissen wie Sie jetzt Rittersport spezifisch so ein Thema wie Cremigkeit?
00:19:02: Genuss spielen, dass sie da Perspektiven einholen können von den Konsumenten und das sie so verstehen können ist der Slogan richtig.
00:19:10: Ist der Name für die neue Variante richtig?
00:19:13: Ganz konkrete Sachen können Sie damit machen!
00:19:16: Und es ist so ein Thema was im Marketing ja immer so einen kleinen Wunschstrom war.
00:19:20: ich will ja das was sich hier im Unternehmen mache im Marketing machen möglichst dicht am Konsument ausrichten und Marktforschung ist nur immer sporadisch verfügbar Immer nur so an bestimmten Punkten.
00:19:32: Und jetzt durch die Konsumentenzwillinge immer auch in jeder Entscheidungssituation, aber unter einer zentralen Vorsetzung wir müssen das durch reale Forschung immer wieder erden.
00:19:44: Also es ist nicht so dass man einmal die KI-Konsumentenzwillige hat und dann braucht man nie mehr mit realen Konsumenten reden sondern das ist sozusagen als System gedacht.
00:19:55: von Zeit zu Zeit müssen die immer nachtrainiert werden, die KI-Konsumenten damit sie auch wirklich authentisch antworten können.
00:20:04: Das wäre nämlich meine nächste Frage gewesen, woher wisst ihr eigentlich dass die auf Dauer nicht einfach nur Unsinn erzählen?
00:20:09: Indem ihr ständig nachtrainiert!
00:20:11: Die würden auf Dauern unsinn erzählten Marcel.
00:20:13: und genau da muss die Validierung einsetzen und die regelmäßigen Updates.
00:20:19: Ja methodisch wird das validiert, wird es geprüft, wird das erweitert.
00:20:23: Trends, die kommen wieder in Layern und Schichten antrainiert.
00:20:26: Unsere Kunden fragen das natürlich als zweites oder drittes wie das ist.
00:20:30: also da sind wir gut.
00:20:30: aber in dieser Validierung steckt auch drin dass auch der Mensch, der methodische Experte, der Strategie, der Marketier natürlich auch eine wichtige Rolle spielt.
00:20:41: Das sind Sparingspartner, das sind Training-Partner mit denen wir sehr viel machen können.
00:20:45: Aber das bedeutet dass bei uns das AI auch nicht heißt künstliche Intelligenz sondern oder Artificial sondern Augmented Intelligence also eine erweiterte Intelligenze wo im Miteinander von ich sag mal Mensch und den entsprechenden Tools dann einfach was besseres entsteht.
00:21:01: Wir sagen immer das ist für uns ein Hebel zur Exzellenz, weil wir können immer wieder eine Schlaufe drehen, die Iteration machen und das nochmal verfeinert.
00:21:09: Was halt früher einfach nicht möglich war da hat man abgebrochen und manchmal dann auch Kompromisse vielleicht gelangst oder auf den Markt gebracht.
00:21:15: Und Thomas ihr legt ja immer sehr viel Wert drauf habe ich jetzt schon bei vielen Gelegenheiten auch bei euch rausgehört dass ihr sagt eure KI Nennen das jetzt mal so.
00:21:23: Soll den Menschen nicht ersetzen, sondern es soll nur dabei helfen ihn besser zu verstehen.
00:21:29: und das ist jetzt ich sage es jetzt mal ein bisschen härter Nicht nur eine Floskel um Menschen die Furcht vor der KI zu nehmen dass sie ihnen irgendwie den Job wegnimmt.
00:21:37: Denn weil die Frage kommt ja als viertes oder fünftes wahrscheinlich
00:21:41: Ja.
00:21:41: also im idealen Fall macht es eben den Job besser und nimmt den nicht weg.
00:21:47: Das ist ja auch mit Erweiterungen verbunden, dass man jetzt unnötige Tätigkeiten nicht mehr hat sondern konzentrierter arbeiten kann eben auf einem höheren Niveau arbeiten können.
00:21:59: Deswegen haben wir auch diese Formelhebel für Excellence.
00:22:03: Wir sehen KI nicht um die nur als Effizienz und Einsparttool Kann man sich sparen?
00:22:09: Kann man alles günstiger machen also mit der KI kann man mehr Forschung für das gleiche Budget bekommen Und man kann dadurch die Prozesse insgesamt verbessern.
00:22:21: Aber wir werden auch durch die KI-Revolution gezwungen, das was uns als Menschen originär ausmacht noch mal besser zu definieren.
00:22:27: Das ist Urteilsfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit... ...das strategische Differenzieren und so.
00:22:32: Das fordert uns heraus weil die KI produziert ja unheimlich viel!
00:22:35: Dadurch wird es sehr wichtiger sich in seiner eigenen Urteilfähigkeit zu verbessern, zu trainieren und das entsprechend zu machen.
00:22:42: Weil künftig haben alle Zugriff auf Potenziell die Möglichkeiten, die die generative KI bietet.
00:22:48: Und dadurch wird die Exzellenz auch wieder dahergestellt dass auch die Experten, die den Methoden beherrschen das auch wissen besser einzusetzen.
00:22:56: also deswegen der Mensch ist jetzt nicht nur noch da drin weil er Teil des Organigramms ist sondern weil er natürlich auch über originäre Fähigkeiten verfügt.
00:23:04: Aber Dirk etwas ähnliches, glaube ich.
00:23:05: Ich darf dich jetzt einfach mal zitieren was in einem Artikel für das Markenartikel Magazin geschrieben nicht die KI ersetzt den Menschen sondern der Kollege der KI besser nutzt.
00:23:15: Das finde ich ist allerdings ein Satz mit ziemlicher Tragweite.
00:23:18: Also das muss man sich ja mal verinnerlichen, dass man sagt wenn man sich mit der KI nicht immer und immer wieder neu beschäftigt... ...dass man dann zu den Verlierern gehören wird!
00:23:27: Ja das ist eben halt eine Transformation die ähnlich so isst als die Computer neu kam.
00:23:33: Da gab es auch Wehklagen.
00:23:34: jetzt muss ich mir beibringen wie man so einen DOS bedient und dieses alles.
00:23:40: Natürlich ist das auch der normale Gang der Welt.
00:23:43: Es kommen Innovationen mit ganz großer Tragweite, mit sehr großen Potenzialen.
00:23:48: und da erleben wir schon so in Deutschland und Europa immer auch eine Schlagzeite dass die Chancen, die Potenziale kaum genauer unter die Lupe genommen werden sondern die Medien sind ja voll von Negativen Verbindung und Assoziation.
00:24:06: Also Jobkiller, der Sturm der Maschinen die Unkontrollierbarkeit das was da alles an Negativfolgen möglich wird.
00:24:15: Das ist absolut so zu achtzig Prozent präsent und dominant in den ganzen deutschen Medien berichten.
00:24:22: werden wir mit den amerikanischen Firmen arbeiten und mit denen halt auch KI-Lösung voran betreiben dann spülen wir da viel mehr so auch diese Lust an der Innovation der Spaß an den Möglichkeiten, dass die Arbeit auch ein Stück weit unterhaltsamer wird wenn man zum Beispiel mit den KI-Konsumenten Zwillinge sich austauschen kann.
00:24:43: Auch diese fruchtlosen Diskussionen die da immer geführt werden weil jeder hat eine Meinung aber keiner hat richtig ne Ahnung Reines Bauchgefühl und so, dass wir jetzt wirklich da auch weiterkommen.
00:24:55: Und diese Dinge spüren wir mehr eben in den anderen Ländern.
00:24:59: Auch jetzt in China haben wir die ersten Projekte, die sind begeistert.
00:25:03: Das ist ja auch eine Kultur, die mit Gamification sehr stark operiert.
00:25:08: Die freuen sich schon hat jetzt ne Kundin gestern gesagt ich freue mich schon kann kaum erwarten das wir die Zwillinge haben.
00:25:14: Ja, also ich ertapp mich auch gerade bei zwei Dingen nach dem was ich gerade gesagt habe.
00:25:18: Das erste ist es stimmt!
00:25:20: Ich finde die Arbeit mit KI macht tatsächlich
00:25:22: Spaß.
00:25:23: das muss man sich immer wieder vor Augen halten.
00:25:25: Es macht Spaß mit dieser Maschine in welcher Form auch immer zu kommunizieren.
00:25:29: und das zweite ist... ich meine es war ja ein flammender Appell eben von dir Dirk und auch von Thomas in Richtung dass das Effizienz-und Exzellenz schafft.
00:25:38: aber ich traue den deutschen Geschäftsführerinnen und Budgetverwaltern nicht.
00:25:43: In vielen Firmen wird es einfach dazu führen, dass Leute sagen ist das geil kann schon wieder sparen.
00:25:48: Ja aber das hast du eigentlich als normalen Reflex bei allen Neuerungen also Sehr, sehr wahrscheinlich werden das in den nächsten Jahren fast alle einsetzen.
00:25:56: Da wird es selbstverständlich sein wie heute Dashboards und Social Listening oder irgendwelche Präsentationssoftware ist.
00:26:02: Das wird sich da entwickeln.
00:26:03: am Ende zeigt sich aber meistens die billigste Forschung oder auch keine Forschung sind automatisch die wirtschaftlichste.
00:26:10: teuer wird's ja wirklich da wenn du einfach vielleicht noch ein kaufst falsche Entscheidungen legitimierst und so.
00:26:17: Also das ist aber was, das hatten wir in Zyklien in Wellen schon immer.
00:26:21: und wir merken auch viele Unternehmen die sagen wir sparen an bestimmten Stellen ein.
00:26:25: irgendwann kommen sie zurück weil die merken so nicht einen Pre-Test zu machen bevor ich eine Million Schwerekabanne schaltet.
00:26:33: und das kann auch bitterer und teuer werden am Ende.
00:26:36: Und ich kenne das aus dem Radio rauf und runter wenn es schlechter lief wo wurde gespart?
00:26:40: bei der Marktforschung wo du sagst äh?
00:26:42: Wir macht doch gar keinen Sinn.
00:26:43: Dann streichen Sie den Pre-Test für ein paar Tausend Euro und dann performt die Kampagne nicht, rollen Köpfe.
00:26:50: Deswegen ist ja bei uns in der Branche so... Die Hälfte der Forschung ist Absicherungsforschung, Arschrettenforschungen.
00:26:57: Stimmt!
00:26:58: Aber das zeichnet sich auch für uns ab, dass die Themen wo Du so den Return on Investment direkt dokumentieren kannst.
00:27:05: Also wir haben jetzt eine Anfrage von der ADAC, die haben da fünfzehn Leute sitzen, die diese direkten Mailing schreiben.
00:27:12: Machen sie doch ein Upgrade zu ihrer Versicherung und so weiter!
00:27:16: Und da kann man durch KI Sparing, indem man die Perspektive der Zielgruppe das umformuliert
00:27:21: usw.,
00:27:22: das richtig systematisch macht... Da wirst du sofort zehn-fünfzehnt Prozent Steigerung der Conversion sehen.
00:27:28: Da werden solche Tools sofort dann genommen.
00:27:30: Während bei der Werbeentwicklung, da ist immer noch Politik und ... immer noch der eine sieht so, man will's nicht glauben, die sind das.
00:27:39: Glock K.I.
00:27:39: wird sich auch seinen Platz suchen an bestimmten
00:27:42: Stellen.".
00:27:45: Was haben Gelsenkirchen Paris und Madrid gemeinsam?
00:27:48: Und Jungs ich erwarte jetzt von euch nicht einfach nur irgendeinen flachen Fußballvergleich.
00:27:52: ja und ja worauf es hinausläuft?
00:27:54: Ja, also Marcel ist alle drei Städte haben den kommerziellen Lai-E-Scooter aus dem öffentlichen Raum gedrängt.
00:28:02: Aber das aus unterschiedlichen politischen und rechtlichen Konstellationen.
00:28:06: aber die drei Stätten zeigen wie schnell so ein Zukunftssymbol er war ja total gehypt der E-Skooter als er eingeführt wurde zu so einem obahnen Ärgernis werden kann.
00:28:16: Der kam ja so als so leichtes dann sauber CO² frei spielerisches Versprechen in die Stadt.
00:28:23: Und heute liegt der Sinnbildlichter immer quer im Weg und das zeigt eigentlich eine gute Mobilitätsidee, scheitert an der Art wie wir sie dann vielleicht auch kollektiv gebrauchen.
00:28:35: Einige Städte die nachgezogen haben Prag, Montréal, Toronto, Melbourne, Peking, Shanghai und ab dem Jahr ist es auch in Brüssel.
00:28:44: Das sind ja jetzt keine Hinterwäldler.
00:28:46: also da muss man wirklich sagen Da hat sich ganz schön was verschoben, oder Dirk?
00:28:50: Ich glaube es ist die Art und Weise wie also davon Gebrauch gemacht wurde.
00:28:55: Was dann auch dieses Ärgernis ausmacht.
00:28:57: Also durch diese Infantilisierung, die da ja auch drin steckt zurückkehr auf so ein kindliches Verhalten, also Tretroller Das lernen wir ja so mit drei normalerweise.
00:29:09: Benehmen sich auch die Leute, diese E-Scooterleihen teilweise wie Dreijährige.
00:29:15: also die fahren einfach rauf und runter auf die Bürgersteige.
00:29:18: Die nehmen keine Rücksicht halten sich an keine Regeln, fahren über alle Ampeln.
00:29:24: vielleicht ist das auch in der Psychologie dieses Verkehrsmittel zu angelegt.
00:29:29: dass alle auf diese kindliche Stufe Regredieren sagen wir in der Psychologie und in so einen regelosen Raum dann landen.
00:29:36: Und dass das eine eigene Dynamik hat, dass man das gar nicht kontrollieren kann, soweit man so ein Spaßding da unter den Füßen hat.
00:29:45: Aber ich glaube er hat diese anarchische Seite die dann kam und dazu gehört ja auch das irgendwo abzustellen.
00:29:53: direkt von einer Einfahrt, wo Leute rauswollen.
00:29:56: Dass das dann Teil der Vermüllung der Städte fast wird.
00:29:59: Das sind so die, glaube ich, Painpoints... ...die auch das so stark in Verruf gebracht haben?
00:30:05: Ja, das ist ein Punkt!
00:30:07: Das ist jetzt überhaupt nicht politisch korrekt zu sagen.
00:30:10: aber es war ja teilweise auch so das Fortbewegungsmittel der sogenannten Talla-Hoons.
00:30:14: Das war so ein Begriff in der Jugendsprache vor einigen Jahren, die dann zu zweit Teilz zu dritt darauf gefahren sind.
00:30:21: Aber ein zweites Ding, was ich auch noch darin sehe dass der E-Scooter ja mit diesem großen Versprechen gestartet ist.
00:30:28: Grüne Städte Smart Cities und alle haben jetzt Zugriff auf eine günstige CO² Freie Fortbewegungsmittel.
00:30:36: Ich muss gestehen, ich nutze die auch gerne oder such mir mal... Das ist
00:30:39: ja eine der nächsten Fragen gewesen, Thomas!
00:30:41: Das ist auch der Grund warum ich ganz häufig zu Geschäftsterminern immer einen Rucksack habe damit ich mich da bewegen kann.
00:30:47: aber es ist einfach weil ich da lieber diesen Wind um die Ohren hab als dass ich mich in den Bahnen und ein Bus setze.
00:30:53: Aber Psychologisch steckt auch noch dahinter.
00:30:55: Ich habe manchmal das Gefühl dieser E-Scooter ist auch so'n sünden Bock für diese enttäuschten urbanen Mobilitätsutopien.
00:31:03: Was meine ich damit?
00:31:04: Wir haben heute schon über das autonome Fahrrad gesporen.
00:31:06: Wir haben ab zwei Sechzehn Studien dazu gemacht, da gab es auch immer die Vorstellung Mobilität wird irgendwann kostenlos sein und zugänglich.
00:31:13: Und dass Taxi holte ich irgendwie ab und du brauchst kein Fahrzeug mehr an so.
00:31:17: Und dann kam das E-Scooter auch als so ein Appendix letztlich hinzu.
00:31:20: und jetzt merkt man irgendwie ist doch nicht so easy, doch nicht einfach.
00:31:24: Da kann man auch seinen unbehagen vielleicht an diesen teilweise erzwungenen E-Mobilitätskonzepten dann auch daran abladen.
00:31:32: Thomas, Nachfrage.
00:31:33: Deine Kinder auf dem E-Scooter?
00:31:34: Was hast du dir dabei gebracht und müssen sie in Helm benutzen?
00:31:38: Nein, da sind noch neun und elf.
00:31:39: Also die fahren so normale Roller noch... Und schnell!
00:31:41: ...und zwar natürlich viel mit dem Rad.
00:31:43: Da hab ich den noch nicht drauf gelassen.
00:31:45: Aber ich wär das so schön was Dirk eben meinte, man rekreditiert in sowas Infantile.
00:31:49: Ich kenn halt viele Geschichten auch wo die Leute besoffen auf so einem Scooter gegen Baum gefahren sind oder in ein Auto rein.
00:31:56: Das ist schon dramatische Sachen.
00:31:58: also da sind ja auch viele Unfälle passiert.
00:32:01: Und ich glaub' auch die Unfallschirrogen und so haben enormen Zulauf dazu.
00:32:05: dann muss man nur einmal hinfahren Und dann sind Knöchel gebrochen und Handgelenk her.
00:32:10: Also das ist in der Tat auch ein bisschen paradox, während andere Verkehrsmittel immer mehr Sicherheitstechnologien eingebaut werden.
00:32:18: Ich glaube bei den Autos ist man jetzt bei zwölf Airbags oder so lässt man zu... Das sind ja Mini-Räder.
00:32:24: wenn da nur ein Rubbel ist oder ein kleines Schlagloch hat man hier gar keine Chance.
00:32:29: mit so einem gefährt Da hat man doch glaub ich die Augen verschlossen ist schon dramatisch, denkt da auch an Städte wie Rom wo ja wirklich die Straßen nicht in einem scooter tauglichen Zustand sind.
00:32:44: Sehr sehr gefährlich!
00:32:46: Was ich auch noch spannend finde an diesem Scooter hingen ja auch dieses Versprechen von Sharing und der Sharing Economy.
00:32:55: Das war ja vor einigen Jahren noch in der Vorcoronazeiten großer Trend.
00:32:59: Das hat teilweise absurde Züge, dass sich so ganze Straßen dann eine große Leiter geteilt haben.
00:33:05: Da hat man gesagt wir müssen jetzt nicht viel verbrauchen sondern nutzen.
00:33:09: das und auch dieses Guterwaren eigentlich auch so ein Symbol für eine Sharing-Economie so was modernes Neues.
00:33:16: und jetzt sehen wir aber, dass die Dinge halt nicht gepflegt werden irgendwo hingetreten wären.
00:33:21: Ich habe das auch schon gesehen.
00:33:22: haben Leute Spaß dran so ein Ding dann irgendwie in irgendeinem Vorgarten irgendwie zu hiefen oder so.
00:33:27: Jetzt sehen wir diese Kehrseite, rücksichtslosigkeit genau.
00:33:31: ich wollte schon sagen Assicht!
00:33:33: Ja
00:33:34: du hast recht Thomas um den Blickwinkel vielleicht noch mal zu verändern, was ich faszinierend finde an der Diskussion ist.
00:33:40: Wir akzeptieren die Gefahren und den Platzbedarf von Autos reagieren aber beim e-Scooter immer so schnell mit Verboten?
00:33:47: Wie kommt denn das?
00:33:48: oder ist die Autofahrer Lobby einfach so stark?
00:33:50: weil all die Vorteile, die ihr eben aufgezählt habt von diesen e-scootern sind ja eigentlich gut und richtig?
00:33:56: Ja, das ist ein Stück weit eine richtige Frage und es sind stückweit auch traurig dass eben gewisse Utopien die man damit verbunden hat jetzt doch auch in so einer Desillusionierung landen.
00:34:10: Also Sharing Economy klappt nicht weil die da scheren sich dann auch kein Stück darum, wie sie den Roller hinterlassen.
00:34:19: Und dann die Mobilitätsutopie.
00:34:22: das führt dazu was ich eingangs sagte dass die Verkehrsregeln überhaupt nicht mehr klappen.
00:34:28: vielleicht ist ein Zeichen, ich weiß nicht dass manche auch umgeswitched haben von den E-Scootern zu Leihrädern Und diese Leihräder glaube ich auch einen kleinen Boom haben.
00:34:41: Also vielleicht geht es auch in die Richtung, dass über die Leifahrräder dann ein vernünftiger Weg gefunden wird so einige von diesen Ideen, die man mit dem Scooter hatten jetzt eben in Form des Leiffahrrads zu verwirklichen.
00:34:55: Ja aber Dirk, es bleibt ja trotzdem die Frage Wenn ich mir vorstelle nun mal das ist jetzt ein willkürlich rausgegriffenes Beispiel was ein Tankstellen-Pächter für Auflagen hat für Sicherheit etc.
00:35:06: Umweltschutz Warum kriegt man das nicht hin, dass die Verleihfirmen von diesen Rollern?
00:35:11: Einfach schlicht und ergreifend dafür verantwortlich sind, wenn ein Ding irgendwo in der Gegend rumliegt.
00:35:16: Dann haben die nur eine Stunde Zeit den da wieder abzuholen.
00:35:19: Es müssen Sicherung geben dass nicht zwei Leute das Gerät benutzen
00:35:22: etc.,
00:35:23: etc.. Das ist mir immer noch ein bisschen Rätsel.
00:35:25: werden die irgendwie gerade weil ihr diese ganzen Gründe eben beschrieben habt mit Mobilitätswände und Zukunftsversprechen etc.
00:35:32: Wären die irgendwie besser behandelt oder Mit mehr Nachsicht?
00:35:35: ich kann es nicht hundertprozentig nachvollziehen Weil solange es diese Kontrolle nicht gibt, wird ja das Image von diesen Rollern immer schlechter.
00:35:42: Ja was man schon sieht, man hat dieses e-Scooter Konzept zu radikal umgesetzt also dass man den e-scooter praktisch an jeder Stelle abstellen kann wo man lustig ist Also im Sinne des Individualverkehres bei der Leiffahrer.
00:35:56: dann gibts jetzt dann zum Beispiel so feste Stationen Und da werden die abgeholt und dann werden sie wieder hingebracht.
00:36:02: Dann hat man dieses Problem schon ein Stück weit gelöst, bei den live Fahrrädern hat man auch gelöst dass die Leute schon gewohnt sind sich da nicht Verkehrsregeln zu halten weil sie machen das auch sonst mit ihren Fahrrädern so.
00:36:14: also im Prinzip merkt man hier vielleicht ist man da auch bei den e-Scootern übers Ziel hinaus geschossen Mit diesem spielerischen und diesen unbegrenzten Regelosen auch mit der Möglichkeit, das überall einfach frei wieder abzustellen.
00:36:31: Ja aber ich glaube auch dass war dieses hippe innovative smart neue Versprechen.
00:36:38: alle haben jetzt quasi so Teilhabe an so einer neuen Form der Mobilität die auch irgendwie ganz grün... Ich glaub' das war dieses übergroße Versprechen.
00:36:46: hat sie dann wirklich hier dazu verleitet die Bedenken beiseite zu lassen.
00:36:50: mittlerweile sehen wir ja letztens eine Umfrage der VDK-Umfrage siebenfünfzig Prozent wünschen sich ne Regulierung Und achtzehn Prozent sind sogar für ein vollständiges Verbot.
00:37:01: Das muss man natürlich gucken, aber ich glaube das war dieses ja übergroße Versprechen.
00:37:06: und beim Auto dass es kulturell so tief verankert da gibt's ja nicht nur die Lobby fürs Auto oder jetzt auch seit vielen, vielen Jahren die Lobbie gegen das Auto.
00:37:13: Es sind dann so Aushandlungsprozesse Da haben wir uns über Jahrzehnte dran gewöhnt.
00:37:18: Meine Herren, vielen Dank.
00:37:19: Was ich gelernt habe, ihr müsst es mir trotzdem noch einmal genau erklären damit wenn ich jetzt im Smalltalk versuche dieses Wort anzuwenden.
00:37:25: Ich ist auch richtig anbinde.
00:37:27: Regredieren!
00:37:29: Das heißt dass sich irgendwie so infantil wider werde wie ein Kind sinngemäß.
00:37:33: Ja
00:37:33: das passiert mehrfach am Tag immer wieder.
00:37:35: Wahrscheinlich
00:37:35: bei mir sowieso.
00:37:36: Wenn du trotzig wirst und gierig und seelischer Mechanismus, dass du in der frühere Entwicklungsphase zurückgehst Dich dann vielleicht auch neu sortierst.
00:37:47: Super
00:37:47: Begriff!
00:37:48: Und was haben wir insgesamt gelernt?
00:37:50: Was war euch heute am wichtigsten, euch beiden?
00:37:52: Wir haben gelernt VW muss ja nicht nur den Antrieb wechseln sondern vielleicht auf seinen Erfolgsportell schauen das künftig tragfähig ist.
00:37:59: Bei der KI sehen wir es geht nicht nur darum neue Werkzeuge zu lernen sondern zu bestimmen Was bedeutet menschliche Urteilskraft und Verantwortung?
00:38:08: Beim E-Scooter sehen wir, dass so eine individuelle Freiheit ein neues Mobilitätsversprechen auch immer so ne Ordnung braucht.
00:38:15: Also die Frage ist ja nicht nur was technologisch möglich ist sondern ob wir kulturell und psychologisch mit diesen Erfindungen mitwachsen können.
00:38:26: Okay vielen Dank dafür Thomas.
00:38:28: nochmal!
00:38:28: Vielen dank auch Dirk Und ich verabschiede mich mit dem wichtigsten Hinweis überhaupt.
00:38:32: Die nächste Folge kommt am neunzehnten August.
00:38:35: Bis dahin, alles Gute und vielen Dank.
00:38:37: Vielen Dank Marcel!
00:38:38: Tschüss und vielen dank.
00:38:40: Das war das Marktpsychogramm Menschen
00:38:43: Marken Medien
00:38:47: Ein Maskenau.
00:38:48: Podcast mit dem Institut
00:38:49: Konzept
00:38:50: M und Marcel Becker.
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