Goldhase vs. Jesus / Bürokratie / KI-Wahllabor / Longevity
Shownotes
In dieser Folge beantworten die Gesellschaftsforscher und Psychologen Thomas Ebenfeld und Dirk Ziems im Gespräch mit Medienexperte Marzel Becker folgende Fragen:
- Ostern: Ist der Goldhase größer als Jesus?
- Bürokratie: Was denken die Deutschen über Steuern?
- Wahllabor: Wie funktioniert Wahlforschung mit KI - nun auch in den USA?
- Longevity: Ist das längere Leben der neue Optimierungsdruck?
Produziert wird der Podcast vom Kölner Medienbüro MAASS·GENAU.
Fragen, Anregungen, Kritik unter: kontakt@dasmarktpsychogramm.de
Studien und Infos unter:concept m
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00:00:03: Das Marktpsychogramm, Menschen marken Medien.
00:00:09: Mit den Psychologen und Gesellschaftsforschern Thomas Ebenfeldt und Dirk Ziems vom Institut Konzept M präsentiert von Medienexperte Marcel Becker.
00:00:21: Hallo und herzlich willkommen!
00:00:22: Dirk und Thomas lassen uns gleich einsteigen.
00:00:24: in Folge zwei Welche Themen habt ihr heute im Angebot?
00:00:27: Gebt uns mal einen kleinen Ausblick.
00:00:29: Heute sprechen wir über Ostern.
00:00:31: Steht ihr Ostern an?
00:00:32: Dann sprechen wir über Bürokratie und Steuern.
00:00:35: Wir haben eine Studie zu Bürokratee in Deutschland gemacht,
00:00:38: dann stellen wir unser jüngstes Projekt vor das US Election Lab in der Nachfolge des KI-Wahl-Labors.
00:00:46: und zum Abschluss thematisieren wir Longevity – Der gesellschaftliche Traum.
00:00:50: Wunderbar!
00:00:51: Wir geben auch gleich mal unsere E-Mail Adresse durch mit dem Versprechen dass alles was hier ankommt Thomas und Dirk ihr könnt das bestätigen es wird von euch gelesen egal ob Kritik oder Lob Dasmarktpsychogramm.de.
00:01:07: Vielleicht täusche ich mich, aber ich habe die ersten Osterhasen im Supermarkt Mitte Februar wahrgenommen?
00:01:13: Ist das jetzt schon wie mit den Weihnachtsmännern jedes Jahr ein Tick früher im Angebot?
00:01:17: was sagt ihr?
00:01:18: Ja das ist so also es wird immer früher.
00:01:20: auch Weihnachten fing letztes Jahr auch glaube ich schon im September an.
00:01:24: Also psychologisch ist das eine Saisoninflation.
00:01:27: dieses Ritual wird dann zu einer Dauerwerbefläche.
00:01:30: Kehrseites kann diesen Moment auch etwas entwerten, wenn das nicht mehr besonders ist sondern da monatelang dann vor schon angepriesen wird.
00:01:38: Aber dieser Frühstatt ist auch kein Zufall so.
00:01:40: es wir sehen immer stärker die sind Aufmerksamkeit Krieg am POS im Handel und der erste setzt dann letztlich den Takt.
00:01:47: Wir haben auch noch mal die Konsumenten dazu befragt.
00:01:49: Das is natürlich ambivalent.
00:01:50: Die einen sind genervt Dass das so frühes andere sind aber auch dann manchmal erleichtert.
00:01:55: Da kann man schon kleinen Vorrat anlegen hat eine gewisse Vorfreude.
00:01:59: Aber ich kann auch einen Fakt beisteuern, nämlich aus der Musik.
00:02:02: ab September gehen weltweit die Abrufzahlen für Weihnachtsplaylists bei Spotify durch die Decke.
00:02:08: Ab September bereits also nur so viel dazu!
00:02:10: Ich habe mal die KI gefragt Und was ist der eigentliche Sinn von Ostern?
00:02:14: Weil wir wollten ja so ein bisschen auch über diese Verbindung zum möglicherweise noch übrig gebliebenen Rest des religiösen sprechen.
00:02:20: Die Antwort ist Christen feiern, dass mit der Auferstehung Jesu der Tod nicht das letzte Wort hat sondern Gott neues Leben Hoffnung und einen Neuanfang schenkt!
00:02:31: Ich würde aber sagen, davon ist jetzt eigentlich doch in unserem täglichen Leben kurz vor Ostern nichts mehr übrig geblieben.
00:02:37: Naja also Ostern markiert so auch den Übergang zum Frühling!
00:02:42: Also alles spriest man... Weil er hat auch halt das Leben neu ansetzt.
00:02:48: Und der Osterhase ist ja so ein frühchristliches Symbol für diese Fruchtbarkeit, die Ostereier also.
00:02:55: ein Stück weit hat das Christentum sicherlich auch das Frühjahr gewählt für Ostern um auch an diese urmenschliche Tradition mit Frühlingserwachen anzuschließen.
00:03:07: und in der Konsumkultur wird dann die Auferstehung quasi zu einer Wiederkehr jährlichen Ritual mit Schokolade, Familien und dann den schönen Osterfeiern.
00:03:17: Und der Goldhase ist heute eigentlich so ein Ersatzsymbol geworden, der das dann auch symbolisiert und markiert.
00:03:25: Der ist für viele Konsumenten, die vielleicht nicht mehr christlich geprägt sind, dann auch verdaulicher als die Metaphysik.
00:03:31: Aber geht es für die Deutschen bei Ostern nur noch darum?
00:03:35: Man hat frei!
00:03:36: Es wird in Attendenz wärmer und es gibt diesen Lind-Osterhasen geschenkt.
00:03:40: Das ist natürlich sehr krass... Also wir sehen ja seit vielen Jahren, dass natürlich die Religionen oder bestimmte Traditionen nicht mehr so tief verankert sind.
00:03:47: Dass vielleicht auch der Kirchgang dann nicht mehr die große Rolle spielen kann.
00:03:50: Man kann es hart sagen und das ist schon eine Diagnose.
00:03:53: Das ist ja nicht unbedingt ein Moralurteil.
00:03:54: aber der Sinn dessen was Dirk eben beschrieben hat wird er nicht gelöscht sondern er wird etwas umkodiert Und wir hängen trotzdem an den Ritualen.
00:04:05: Die Familie kommt trotzdem zusammen Es wird trotzdem auch in Zusammenhalt zelebriert.
00:04:10: Lind Osterhasen genießen kann man ja vielleicht dann in sich gehen und noch mal so weiß ich nicht das vergangene reflektieren.
00:04:18: Ich muss da jetzt nochmal mit so einer alten Geschichte kommen, vielleicht passt die vielleicht sagt ihr aber auch dass es jetzt wirklich völlig überzogen.
00:04:23: also in den sechzehr Jahren gab's eine sehr große öffentliche Diskussion weil John Lennon gesagt hatte Die Beatles sind größer als Jesus.
00:04:32: Und wenn ich das jetzt auf heute drehe Also sehts mir nach das ist so krass formuliert Aber ist der Lindhase größer?
00:04:37: Als jesus?
00:04:38: Ich würde mal zurück antworten gleich groß.
00:04:41: Also es ist so, dass der Lindhase schon auch im Mittelpunkt jetzt so familiärer Rituale steht.
00:04:49: Die Kinder und die kleineren Kinder genießen das ja auch.
00:04:52: Es ist das Beschenken, sich gemeinsam freuen, das Frühjahr beginnt... Es sind ja auch Osterfähen, das halt auch eine Urlaubszeit.
00:05:01: also es ist da schon was Festliches als Charakter bestehen geblieben und wie Thomas sagte man sich jetzt in den Feinheiten christlichen oder katholischen Transzendenz auszukennen, also wann da was übergeht.
00:05:16: Das ist halt nicht mehr so praktiziert es ist jetzt eben alltagsnäher geworden.
00:05:22: Also bei uns nach Ostern steht die Kommunion an von meinem Kleinen und das wird schon gefeiert auch mit der Familie und ich finde dass schönes ja auch bei den Festen wenn man zusammenkommt familiär und innehält und hat das ja auch schon ein Wert.
00:05:36: aber diese feste Woran liegt denn das eigentlich, dass wir uns in Weihnachten und in Ostern, habe ich das Gefühl zumindest immer mehr in Anführungszeichen reinsteigern?
00:05:46: Und dass dann obendrauf auch noch so dieser Kult um Halloween und um Valentinstag kommt.
00:05:51: Brauchen wir das einfach in unserem Leben weil alles so schnell drehend ist und wir mit unserem Leben nicht mehr klarkommen?
00:05:57: oder ist es normal?
00:05:58: Das hat was mit so einer Privatisierung zu tun.
00:06:01: also angesichts dieser ja doch unfassbar schnell sich entwickelnden Zeit und dieser ganzen Stapelkrisen ist so halt, dass man eine Heimlichkeit aufbauen kann.
00:06:13: Und dazu gehört Weihnachten und Ostern im Zentrum.
00:06:17: kindliche Welten heile Welt auch ein Stück weit.
00:06:20: das sind eben schon jetzt auch Fluchtpunkte die Stabilität versprechen
00:06:28: Und die sind schon wichtig auch in den Übergängen, auch in dieser Schnelligkeit.
00:06:31: Auch wo alles in so Patchwork-Zeiten zerfleddert.
00:06:35: Wir beobachten das ist ja dreißig Jahren fast dass die gemeinsamen Essenszeiten ganz schwer einzuhalten sind für Familien.
00:06:42: und so der eine ist am Gaming, der zweite guckt eine Serie, der dritte guckt ein Sandy... ...und dann hat man diese Fixpunkte die eingeplant sind und wo man das ritualisiert zusammenkommt und das ist in so einer unfassbar beschleunigten Zeit enorm stabilisierend und absichert.
00:06:56: Wir haben ja auch das Phänomen, dass manche schon in der Zeit um Neujahr rum alle Brückentage sich angucken und Urlaubspläne
00:07:04: machen für
00:07:05: das erste Halbjahr.
00:07:07: Das ist auch so ein Phänomene was für diesen privaten Rückzug steht angesichts dieser krisenhafter lebenden Zeit.
00:07:16: Thomas und Dirk, ihr habt – und das klingt jetzt erst mal nicht so sexy – für die deutsche Steuergewerkschaft eine Studie durchgeführt.
00:07:23: Aber dahinter verbergen sich ja durchaus Themen, die in unserem Land immer wieder zu Streit führen.
00:07:28: Ich sag mal Gerechtigkeit!
00:07:29: Das ist ja ein ganz großes Schlagwort aktuell.
00:07:32: aber auf der anderen Seite wer Steuern zahlt, der fühlt sich in der Regel ja nie gerecht behandelt.
00:07:36: oder ist das in Wirklichkeit doch so?
00:07:38: Was denken die Deutschen wirklich über das Thema Steueren?
00:07:41: was habt ihr rausgefunden?
00:07:43: Ja, also es überrascht nicht die große große große Mehrzahl erlebt das als ungerecht.
00:07:50: Wir haben aber auch und da muss man sagen dass die deutsche Steuergewerbschaft mit Florian Köbler der das wirklich auch toll macht die gehen da voran und die gucken auch und setzen sich massiv für Transparenz Gerechtigkeit ein.
00:08:00: wir haben auch sehr stark das Thema Bürokratie untersucht.
00:08:03: Und weil das ist ja sowas, alle wollen dass es weniger wird und es wird letztlich jeden Tag mehr.
00:08:10: Das ist extrem frustrierend.
00:08:12: also man hat ein Bürokratie Abbaube auftragen und danach hat sich die weiter aufgehäuft.
00:08:17: Wir sehen in der Bürokrate auch immer so eine Angst von einem Kontrollverlust ist.
00:08:22: Wunsch nach lückenloser Regelung.
00:08:24: Also was diesem Bürokrätirrsinn manchmal voran steht sind Perfektionswünsche Einzelfallgerechtigkeit, Fehlervermeidung und das ist fast schon eigentlich aus einer positiven deutschen Tugend heraus.
00:08:37: Führt das in diese enormen Verkehrungen des psychologischen Normspannens?
00:08:41: Ja man kann auch sagen da steckt ein Paradox drin.
00:08:44: also Thomas erwähnt es jetzt schon diese Klagen über die Bürokratie und Bürokrateabbau ist ständig Thema der Politik jetzt schon seit Fünfzig Jahren, de facto.
00:08:55: Man kann der alte Meldung lesen gleicher Wortlaut wie heute und es ist etwas was da so uns umwuchert Wie im Märchen Dornröschen diese Hecken wo keiner durchkommt wo keiner Durchschneiden
00:09:08: kann.
00:09:09: Ja aber du hattest ja auch nach den Steuergefahren.
00:09:11: wir haben das auch nach politischen Präferenzen natürlich dezidiert ausgewertet und so Interessant ist welche die sich eher ich sag mal mittig rechts verorten bewerten die Bürokratie stärker als Problem.
00:09:23: Besonders stark sind wir das auch im AfD-Bereich und die Linken tendenziell ein wenig weniger, obwohl das übergreifend natürlich als Problem gesehen wird.
00:09:33: was aber allen gemein ist dass diese Hindernisse für den Abbau personalisiert werden also die Politiker die keinen Willen haben die Lobbyisten die das blockieren usw.. Das heißt Das Problem oder was psychologisch hinter der Bürokratie steckt, ist die Angst von einem Kontrollverlust.
00:09:52: Also ein tief verankerter Habitus dass man etwas vielleicht nicht lückenlos geregelt hat und dem widerspricht.
00:10:00: Und was wir jetzt sehen oder was beklagt wird ist diese permanenten Ersatzhandlung statt echter Reformen und das hilft natürlich die Bürokratie dann noch weiter an.
00:10:11: Also statt der Veränderung kommen dann Rituale, neue Papiere, neue Kommissionen, neue Formulare... Und so entsteht in der Bürokrateammer die Illusion von Aktivität während gleichzeitig letztlich das System nur weiter gelähmt wird.
00:10:26: Ja in der Bürokratie steckt so eine geheime Eigenlogik, die irgendwann auch nicht zu stoppen ist.
00:10:33: Das ist auch gewissermaßen ein Paradoxbürokratie.
00:10:36: Es ist ja ursprünglich ein Herrschaftsinstrument, aber es ist inzwischen soweit gekommen dass sich die Bürokraties zum Wegbereiter für Herrschaftslosigkeit entwickelt hat also das keiner mehr das in den Griff kriegt.
00:10:49: und was sie so gewuchert ist, dass fast schon einen anarchischer Zustand ist wo keiner mehr sich bewegen kann.
00:10:56: Ja, aber woran liegt es denn am Ende jetzt tatsächlich?
00:10:59: Dass ich da nicht zu.
00:11:00: Das kann ja nicht nur die Lobbyarbeit der Steuerberater sein!
00:11:03: Ich denke doch an diesem berühmten Bierdeckel wo das mal drauf skizziert war wie einfach eigentlich die Steuepolitik sein müsste.
00:11:08: dann hört man immer wieder twenty-fünf Prozent auf alles und für jeden und dann ist gut.
00:11:12: Ich kann's nicht beurteilen ob das richtig oder falsch ist Aber was müsste sich denn eurer Meinung nach ändern?
00:11:17: Müsste da jemand Wie vielleicht in erster Folge haben wir über Gerhard Schröder gesprochen so ein Typ kommen der sagt ich mehr dass Jetzt Alles Mal Nieder Doch die Kettensäge!
00:11:26: Ja also in Deutschland ist eher die Nagelpfeile, aber ich sage mal so es gibt ein paar Grundbedingungen.
00:11:31: Es muss fair und nachvollziehbar sein sonst funktioniert das nicht weil sind unheimlich viele Besitzstände und Fründe.
00:11:38: Das heißt man muss es nachvollzieber machen und wahrscheinlich unterschiedliche Seiten ähnlich stark belasten.
00:11:44: Nimmt man das Beispiel?
00:11:44: Also keiner würde ja widersprechen dass sowas wie Gleichberechtigung ganz, ganz wichtig ist.
00:11:50: Aber was machten dann teilweise die Systeme daraus?
00:11:53: Bestimmte Adressensgruppen machen aus einer gleich Berechtigung eine gleich Stellung mit entsprechenden Ansprüchen – mit Formularen, mit Gesetzen und letztlich Umsetzungsnotwendigkeiten.
00:12:03: Und dann wird aus einer guten Idee letztlich auch etwas politisiert und wird viel größer als es eigentlich vielleicht sein
00:12:09: sollte.".
00:12:10: Aber man muss überhaupt erst mal ins Tun kommen.
00:12:12: Also die Deutschen wollen immer den großen Wurf, dem Perfektionismus, das Lückenlose alles geregelt und so weiter – und das wird nicht funktionieren!
00:12:20: Man muss die ersten kleinen Schritte gehen gucken ob sie funktionieren.
00:12:23: also wir brauchen eigentlich den Mut zur Lücke vielleicht auch den Mut zu so einer groben Gerechtigkeit die wir dann korrigieren denn wenn wir auf das große Ganze das perfekte Runde warten dann wird es nie funktionieren.
00:12:35: Die Studie
00:12:37: Wir werden im Moment ja überschwemmt mit Umfragen.
00:12:40: Das liegt natürlich daran, weil so viele Wahlen stattfinden.
00:12:42: aber zu genau diesem Thema habt ihr euch was ganz besonderes ausgedacht und ich sage es mal an der Stelle, weil das ist immer doof wenn man sich selber lobt, aber ich sag's sehr gern Ihr habt für diese Idee über die wir jetzt sprechen sogar einen Preis gewonnen.
00:12:53: Es geht um das KI-Wahllabor Was hier jetzt auch in die USA transferiert.
00:12:58: also Ich finde das ist schon ein gewaltiger Schritt!
00:13:00: Was genau ist das?
00:13:01: Ja Marcel, das ist ein neues Tool was wir jetzt auch aus dem Marketing bereits schon kennen nämlich die Möglichkeit.
00:13:10: KI-Personas so aufzubauen, dass sie eben das Verhalten und das Erleben echter Konsumenten wirklich authentisch widerspiegeln.
00:13:21: Also man kann sich das so vorstellen, man hat dann Chatbots mit denen man sich genauso unterhalten würde als würde man mit echten Konsumentinnen reden.
00:13:29: Und dieses Prinzip der KI Personas haben wir eben auf die KI Wahlbürger übertragen, dass wir jetzt mit Wählern auch solche Gespräche führen können und das geht über Umfragen hinaus.
00:13:44: Dass wir die fragen können wie erlebst du denn jetzt gerade ein Trendthema was kommt?
00:13:49: Wie erlebst Du denn jetzt was jetzt ein Statement ist von einem Politiker?
00:13:54: Wie siehst Du eigentlich bestimmte Parteien aufgestellt?
00:13:58: und da entstehen dann ganz spannende Gespräche, die man so auswerten kann als hätten wir einen tiefen Interview geführt.
00:14:05: Damit wollen wir ja auch diese problematischen Diskurskanäle, die aktuell teilweise die Debatten bestimmen.
00:14:12: Social Media auf der einen Seite mit den Dauererregungen oder vielleicht andere Formen wo Dinge dann wegmoderiert werden und nicht zur Sprache kommen.
00:14:20: Damit wollen war da auch begegnen dass wir da wirklich mehr wert gewinnen und besseres Verständnis dieser Argumentationsmuster bekommen um so einfach bestimmte gesellschaftliche Schichten besser zu verstehen um die dann noch besser adressieren zu können
00:14:34: bevor ihr da ganz kurz mal einen Einblick gibt, was für Ergebnisse da unter anderem rausgekommen sind.
00:14:39: Wie füttert Ihr denn diese KI?
00:14:41: Der Hintergrund ist dass wir jede Menge Tiefeninterviews durchgeführt haben.
00:14:46: also das ist abgeleitet in Deutschland von dem deutschland Psychogramm.
00:14:50: Da hatten wir erstmal eine Basis von nur einhundertfünfzig Tiefent interviews aus denen wir also insgesamt zwölf solcher KI-Wahlbürger heraus entwickelt haben Und wir validieren das auch regelmäßig in weiteren tiefen Interviews, aber auch in quantitativen Studien und die Belastbarkeit des Modells konnten wir auch beweisen.
00:15:12: Schon letztes Jahr im Rahmen einer Wahlprognose waren die KI-Wahlbürger mit der Sonntagsfrage sensationell präzise unterwegs – sie haben das Wahlergebnis.
00:15:30: Wir prüfen
00:15:37: auch die synthetisch erzeugten Daten, so nennt man das ja.
00:15:40: Auch regelmäßig mit Panel-Daten und wir sind da wirklich sehr genau stellen Experiment nach, sonst extrem wichtig dass die Validität Relabilität stimmt.
00:15:49: Gebt uns doch mal einen Einblick jetzt vielleicht so ein, zwei Punkte was ihr an Erkenntnissen über die Wähler gewonnen habt.
00:15:55: Also wir können damit so aktuelle Themen genauer screenen.
00:16:00: also das kann Sachthemen sein.
00:16:03: wie steht die Bevölkerung eigentlich zu sowas wie Erbschaftssteuer?
00:16:07: soll da mehr passieren oder wird das als neues bürokratisches Monster gesehen?
00:16:12: Wir können aber auch auf der Ebene von der Zugkraft bestimmter Politiker und Persönlichkeiten verstehen, wie lesen die Normalwahlbürger jetzt eigentlich den März.
00:16:24: Wie verstehen die so sein Zaudern?
00:16:26: Was sehen die da an Motiven im Hintergrund.
00:16:29: Und in den USA haben wir jetzt halt auch spannende Insights, wie wird die Zollpolitik gesehen?
00:16:36: das Thema mit Migration und Einwanderung Jetzt auch der Iran Krieg.
00:16:41: Der Vorteil des Tools ist dass wir nahezu in Echtzeit sehr komplexe Strukturen verstehen Die so dahinter stehen.
00:16:49: Auch überraschende Effekte Dass zum Beispiel einige der republikanischen Wähler die Zollpolitik durchaus weiterhin gut finden, auch wenn es auf den eigenen Geldbeutel gehen.
00:16:59: Weil sie so sehen da ist mal einer der Trump, der eben hart verhandelt und der auch die Daumenschrauben anzieht Und das finden die dann weiter hin.
00:17:08: ganz gut
00:17:09: Ja aber es geht weiter.
00:17:10: Es kann auch ganz praktisch sein was Dirk sagt.
00:17:12: Also wir haben jetzt in Deutschland viel gemacht.
00:17:14: Wahlplakate Kampagnen-Initiativen Die kosten ja teilweise enorm viel Geld, die dann auch Behörden vielleicht schalten Und das können wir auch prüfen, optimieren und entschleifen.
00:17:24: Auch da sind die KI-Wahlbürger Zwillinge wirklich klasse!
00:17:28: In dem Zusammenhang haben wir zuletzt auch gesehen dass es ein guter Move war von Cem Özdemir die grüne Blume in schwarz-weiß und ganz klein aufs Plakat zu bringen.
00:17:39: Wie müssen wir uns das jetzt praktisch vorstellen, was ihr entwickelt habt?
00:17:42: Was für Antworten kommen denn dabei raus?
00:17:44: Vielleicht könnt ihr uns mal so ein-zwar Einblicke geben.
00:17:46: Also zum Beispiel bei der Erbschaftsteuer.
00:17:48: da haben wir eine KI-Wahlbürgerin Das ist die Gabi Die Supermarktkassiererin bei Netto Und die kommt kaum durch mit ihrem Einkommen Alleinerziehende Mutter und die riecht sich wahnsinnig auf Wenn sie davon hört oder wenn die das mitkriegt So Millionäre Erben, die können das so gestalten dass sie nachher kein Euro Steuern zahlen und da wächst also der Hass auf die Politik, dass die nichts geregelt kriegen.
00:18:19: Aber dann haben wir auf der anderen Seite des Spektrums zum Beispiel den Michael, der ist so Prokurist in einem mittelständischen Unternehmen.
00:18:27: Wenn er jetzt hört, Erbschaftsteuer werden die Schrauben angezogen.
00:18:32: Da ist er jetzt eher sehr verunsichert und sagt, wenn ich das in meiner Betriebsrealität sehe.
00:18:39: Und der Junior übernimmt muss dann aber erst mal fünfzehn Millionen Steuern zahlen Dann fallen hier die Investitionen weg im Betrieb und wir sind auf Dauer nicht mehr konkurrenzfähig.
00:18:51: Das Wahllabor ergibt eben ganz konkrete Einblicke wie Themen von unterschiedlichen Perspektiven ganz anders aufgefasst werden.
00:19:01: Wir haben natürlich einen riesen Vorteil, weil wir können die schweige Spirale mehr oder minder umgehen.
00:19:06: also man kennt das.
00:19:07: Die Leute werden angerufen befragt wie schätzt das ein?
00:19:10: Wie findest du das?
00:19:11: Das ist dann manchmal schwierig man hält sich auch zurück.
00:19:13: da sind auch ja manchmal soziale Ängste.
00:19:15: hinter tiefen Interviews haben wir natürlich die Möglichkeit nachzufragen nachzubohren nachzuhaken.
00:19:20: Und das können wir jetzt auch mit den KI-Wahlbürgern.
00:19:22: Wir können die immer tiefer und weiter befragen, ohne dass sie dann – ich nenn's mal diese sozialen Manschetten haben!
00:19:28: Das heißt, wir kriegen eine radikale Ehrlichkeit, wir bekommen Offenheit und können damit auch die Heiglenthemen, die sonst vielleicht überdeckt werden, befragen.
00:19:36: Und das Ziel ist ja immer, dass wir ein Hebel haben oder einen Erkenntnisgewinnen produzieren, der dann hilft natürlich auch bestimmte Dinge besser umzusetzen.
00:19:45: Besser zu vermitteln.
00:19:46: weil das übergeordnete Ziel ist ja immer dass wir aus diesem problematischen erregten polarisierten Diskursen rauskommen.
00:19:53: und dazu auch noch mal so ein Beispiel aus der Forschung in den USA wo jetzt ja das election lab haben amerikanische Wahlbürger haben.
00:20:04: Dort haben wir dann auch Simulationen durchgespielt, also für die demokratische Partei wenn sie jetzt eben Front gegen Trump machen was hat die höhere Hebelwirkung?
00:20:15: sollen die eben die Narrative erzählen?
00:20:18: Trump ist ein autoritärer Präsident der wird die Demokratie zum Einsturz bringen und benimmt sich wie ein Diktator.
00:20:26: Oder ist es effektiver zu sagen, Affordability-Crisis?
00:20:31: Also guckt euch doch an was Trump hat.
00:20:34: Die Preise steigen die Spritpreise gehen durch die Decke keiner kann sich mehr in Haus kaufen und da sehen wir dann in den Fokusgruppen, die wir mit den verschiedenen Wahlbürgern durchführen eben das ganz klar des Affordabilities Thema.
00:20:49: viel besserer Hebel ist
00:20:51: Das letzte.
00:20:54: Wenn wir uns aktuell Werbung im Gesundheitsbereich anschauen, bleibt vielleicht Folgendes hängen.
00:20:59: Es geht längst nicht mehr nur darum gesund zu leben sondern möglichst lange zu leben!
00:21:05: Frage an euch beide ist das jetzt tatsächlich nur noch das Thema Gesundheit oder geht es hier schon wieder um Optimierungsdruck?
00:21:11: Ja, es geht schon um beides.
00:21:12: Also was wir seit vielen Jahren sehen dürfen und ich, wir untersuchen jetzt seit ja zwanzig Jahren das Thema Best-Ager und Altern und die Auffassung vom Altern haben sie ja über die Zeit gewandelt.
00:21:21: also früher war ja Altern... Ich nenn's mal so ein Schicksal dass man erdulden musste Und heute in der Zeit in der wir leben ist es ja so eine Lebensaufgabe die man aktiv manage muss.
00:21:32: Das sehen wir.
00:21:32: Jetzt haben wir Long Javity als den großen Trend Der hier erstmal total zu begrüßen ist denn wer will nicht besser und gut altern mit einem stabilen Rücken und ohne Diabetes usw.
00:21:44: Und dem haben wir uns jetzt intensiv gewidmet und geguckt, welche kulturellen Sehnsüchte da gesprochen werden.
00:21:50: Das ist ein Thema was uns die letzten Monate beschäftigt hat das in der ganzen Nahrungs- ergänzungsmittelindustrie also die gesamte Gesundheitsbranche guckt drauf die kosmetische Branche.
00:21:59: Ein Kernpunkt bei der Entwicklung ist sicher auch, dass diese Longevity-Industrie auch im Grunde so eine Wunschvorstellung bespielt.
00:22:10: Man könnte also den Alterungsprozess vollständig selber bestimmen – auch in einer Art Unsterblichkeit und Verletzlichkeit.
00:22:21: Fantasmer, dass man mit den Mitteln der Nahrungswissenschaft und der high-tech medizinischen Dinge das alles in Griff kriegt und nicht mehr unter Alterung und Sterblichkeit zu leiden hat.
00:22:36: Ja der Körper quasi durch was du sagst also ein Dashboard, was irgendwie kontrollierbar und beeinflussbar ist.
00:22:42: Aber es ist nun mal ein Thema und es beschäftigt viele.
00:22:45: das Altern in so einer Zeit in der ja gefühlt alles möglich ist auch gar nicht einfach.
00:22:51: aber was wir gesehen haben?
00:22:52: Wir haben eine Typenreihe auch gebildet.
00:22:54: die Frage ist ja immer Es gibt so einen Reife Gesundheitsorientierung ein sinnvolles gesundheitsstrebende Vorsorge, also mehr im Sinne einer liebevollen Fürsorge für den eigenen Körper und den Geist.
00:23:05: Und wir sehen aber auch vierfältige Formen die von so Perfektionismus getrieben sind.
00:23:10: So Verkehrungen eher so Selbstbehandlungsformen, Krankhafte, die eher eine Bühne für unbewusste Konflikte geben.
00:23:18: Also wohnen so null Fehlerdenken.
00:23:20: Die Frage ist ja immer beim Altern wie schafft man das in der Balance mit Körpersäle und Geist?
00:23:25: Mit Genuss und doch mit Vorsorge
00:23:27: usw.?
00:23:28: Und das haben wir uns intensiv angeguckt in dieser Studie.
00:23:31: Könntet ihr noch mal ein bisschen genauer beschreiben, was für Kategorien es da an Typen gibt?
00:23:35: Weil vielleicht erkennt man sich ja jetzt selbst auch gleich wieder!
00:23:39: Ja, es gibt einige... Für die steht das Thema Sicherheit im Vordergrund und damit meinen wir auch so eine Angst Regulation.
00:23:47: Also was passiert da?
00:23:48: Es ist unvorhersehbar, denn wir wissen das ja alle gesundheit ist immer so ein selbstverständliches Ideal.
00:23:53: Wir vermissen sie erst wenn wir sie nicht mehr haben.
00:23:55: und dann sind die Daten Das Tracking, das Biotracking.
00:23:59: Die Schlafdaten dienen der Beruhigung.
00:24:02: Dann gibt es aber auch die Statusoptimierer weil Gesundheit ist ein Statussymbol geworden.
00:24:07: früher war es der eigenen Ernährungsstil Dann war es ein bestimmtes Fitness-Level, jetzt ist auch die Gesundheit und das entsprechende Alter geht es um Performance, um Ästhetik.
00:24:17: Und Biohacking ist da auch ein soziales Signal.
00:24:19: und dann gibt's die, die das so sehr ganz zeitlich sehen wo Langlebigkeit im Sinne einer besseren Lebensqualität und Balance verstanden wird also weniger nazistisch aufgeladen ist.
00:24:31: Aber Nazismus spielt tatsächlich auch beim Thema Gesundheit mittlerweile eine Rolle?
00:24:36: Zu dem Narzissmus gehört ja diese Vorstellung auch letztlich unsterblich, unverletzbar und in keiner Art und Weise von anderem kontrolliert und beeinflusst zu sein.
00:24:49: Und ein Stück weit passt das auch zu unserer Kultur dass im Longevity so ein Bild in die Welt setzt.
00:24:58: Kannst du das alles kontrollieren?
00:25:00: Du hast es in der Hand, wie sich der Alterungsprozess gestaltet.
00:25:04: Ein Stück weit wird da auch das Phantasmer der Unsterblichkeit und Unverletzbarkeit
00:25:09: belebt.".
00:25:10: Ja aber dahinter steckt also wenn man das mal positiv deutet so diese Sehnsucht die Zuversicht der Wunsch ich kann meine Zukunft selber gestalten.
00:25:18: Also dahintersteckt haben wir generell als große kulturelle Sehensucht das Thema der Selbstwirksamkeit.
00:25:24: Ich kann da mithalten, ich kann Einfluss nehmen Und wir sehen, das war bei anderen Entwicklungen und Trends auch schon.
00:25:31: Indem ich mich jetzt entschieden meiner eigenen Gesund- erhaltung und meine Langlebigkeit widme mit Nahrungsergänzungsmittel, mit Sport, mit bestimmten Verhaltensweisen... kann ich auch in Zeiten so von Unsicherheit ein stabiles Bild abgeben.
00:25:47: Ich kann entschieden etwas durchsetzen, was mir etwas gibt, was früher vielleicht andere Formen gegeben haben wie Religionen und bestimmte Traditionen.
00:25:55: Deswegen spricht man sonst immer bei diesen Geschichten auch von Ersatzreligion.
00:25:59: Und das, was Dirk sagt, hat diese Gestaltbarkeit am eigenen Körper.
00:26:03: Wie so ein Dashboard?
00:26:04: Ich drehe dran und kann da letztlich optimieren, dass es dieser Wunsch ist, in diesem Beschleunigung des Zeitgeistes
00:26:10: mitzuhalten.".
00:26:12: Da zeigt sich auch so, wenn man im großen Kreis so halt dieser globalen Weltunordnung und was an Stapelkrisen usw.
00:26:19: alles so durcheinander ist Wenn man da gar nichts mehr im Griff hat es umso attraktiver so in kleinen Kreis wie ich meine körperwert Trecke auf der Apple Watch Und da sehe sie das alles in dem richtigen Rahmen.
00:26:34: da kann man dann eben so eine Stabilität finden Und es kann dann auch durchaus eben zu einem Zwang werden, dass man da gar nicht mehr rauskommt aus der Optimierung und ständig nur noch auf Nahrungsmittelwerte guckt.
00:26:51: Und ständig auch irgendwelche Zusatzstoffe nehmen muss.
00:26:55: Die Industrie kann das natürlich toll kapitalisieren immer neue Nahrungsmittelergänzungsthemen auf den Markt werfen.
00:27:03: Da gibt es ja auch die abschreckenden Beispiele, die eher Kopfschütteln auslösen.
00:27:06: Wenn man sein ganzes Leben nur noch drauf... Aber das sind so mediale Ereignisse.
00:27:10: Ich wollte noch mal auf die aktuelle Zeit.
00:27:12: Wir haben jetzt Verunsicherung durch die Folgen von Krisen, wir haben auch in der Kultur grassierende eigentlich Verfalzängste.
00:27:18: was passiert mit unserer Gesellschaft?
00:27:20: und dann wird jetzt longevity auch ein Spiegel weil ich kann jetzt quasi an meinem eigenen Körper entschieden etwas behandeln was mir sonst vielleicht unverfügbar bleibt und dadurch gerade in der Postmoderne.
00:27:31: dann wird es verwaltbar und beeinflussbar und das schafft wieder einen Gefühl der Stabilität.
00:27:36: aber ich will auch das positive nicht vergessen.
00:27:38: Also nochmal, tägliche Bewegungen, Rückentraining und sich fit halten und gut zu ernähren ist natürlich wichtig weil dann wird das Alter auch wesentlich angenehmer.
00:27:47: Ja, es gibt da so zwei Seiten eben halt dieses ja die mittehalten und dieses gesunde Altern auch der gesunde Umgang mit dem Alterungsprozess.
00:27:57: Und dann gibt es sicherlich das Streben nach so einem Übermenschen-Tum dass Menschen sind in diesem Kontrollwarn halt auch praktisch den normalen Gang der Dinge auch mein komplett aufhalten zu können.
00:28:12: Es geht bei Long Javity auch nicht nur um so ein Bild von länger leben wollen, sondern auch häufig dieses sich jung fühlen wollen.
00:28:20: Also jung im Gefühl bleiben, länger dieses Jugendliche erhalten.
00:28:23: wir haben deswegen auch manchmal ein Interview gehört zur Umkodierung.
00:28:26: ich bin jetzt weiß ich fünfundfünfzig.
00:28:28: beim Fitnessstudio wird mir gezeigt weil biologisches Alter ist es einunddreißig und das wird dann auch wie so neuer Status vorangetrieben oder das werden die Apple Watch-Daten gezeigt und so, weil – und das ist das Problem in so einer Zeit.
00:28:41: Altern ist für viele heute einfach der Verlust der Möglichkeiten.
00:28:45: Und früher ich sage mal noch in Zeiten wo man mit mehreren Generationen zusammen lebte da hatte das Alter dann weiß ich nicht hat man die Rolle gewechselt war der Weise ne?
00:28:54: War derjenige der weiß ich eine andere Funktion in der Familie und heute ja mit der Drohung der Pflege unter alten Heimen verändert sich das und so.
00:29:03: Und deswegen viele wollen sich dieser Endlichkeit nicht ausgeliefert fühlen und den Verlauf dann letztlich beeinflussen.
00:29:08: Also da sprichst du was an, ich glaube auch diese früheren Bilder zum Altern.
00:29:13: Also dass man die Rolle wechselt mehr so der Weise wird, so der Berater oder der Mentor auch ein Stück weit sich noch mal nützlich machen in der Familie.
00:29:23: Es ist doch sehr ego getrieben dieses Longevity-Thema und man hat schon so Schwierigkeiten sich in einen Lebenskreis einzuordnen.
00:29:33: also die Rolle der Großeltern das ist ja wo meistens die Kinder gar nicht am eigenen Wohnort leben.
00:29:41: Auch schwierig und hier sieht man eben schon eine frühere Kultur des Elterwerdens, da ist auch ein Stück weit was bei uns verloren gegangen.
00:29:52: Wenn das jetzt aber positiv ist.
00:29:54: Wir haben das ja mal genannte Greife-Gesundheitsorientierung-Sinn geleitet, dann ist eigentlich immer die leitende Frage und das kann man auch sagen weil das ist wofür möchte ich lang leben?
00:30:02: Und da geht es ja auch um Bindung und Zusammensein und Spaß haben auch an Bewegung und so.
00:30:07: und wenn man dann aber merkt dass es nur noch von Selbstoptimierungsdrängen und Perfektionismus getrieben also dass die Selbstoptimiung selber zum Stress wird!
00:30:16: Das ist bei vielen das haben wir auch gesehen.
00:30:17: Jetzt war ich das eine Mal nicht empfindlich.
00:30:19: Jetzt habe ich dieses und jenes nicht
00:30:21: gemacht.".
00:30:21: Und dann fängt es an, dass es da nicht positiv wird sondern vielleicht eher im Gegenteil selber Stress verursacht und die Lebenszufriedenheit topindiert.
00:30:31: Meine Herren!
00:30:32: Da habe ich heute aber eine Menge nachzudenken wenn ich mein Paketschips auf dem Sofa sitze.
00:30:36: Vielen Dank dafür.
00:30:38: Was macht ihr heute Abend?
00:30:39: Ja, es geht auf Ostern zu.
00:30:41: Also da wird jetzt auch vorbereitet und auch geguckt.
00:30:45: was man noch fürs Fest auch einkaufen muss wird auch schön gekocht.
00:30:49: Ich glaube ich habe Lust bekommen nochmal einen schönen Jesus Film zu gucken.
00:30:52: Da gibt's doch den mit mehren Gipsen.
00:30:54: Dann wollte ich nochmal auflegen.
00:30:56: Das war total...
00:30:57: Ich sag mal mein Segen hast du!
00:30:59: Das wars für heute meine Herren.
00:31:00: Die nächste Folge kommt am fünftzehnten April.
00:31:02: das ist wie immer bei uns ein Mittwoch Weil diesen Podcast gibt es alle zwei Wochen neu und der Veröffentlichungstag ist dann immer ein Mittwoch.
00:31:10: Und wer mit Dirk und Thomas in Kontakt treten möchte, geht natürlich ohne Probleme, Lob, Kritik.
00:31:14: oder seid ihr auch für Themenvorschläge offen?
00:31:16: Ich würde sagen ja, oder?
00:31:17: Ja absolut!
00:31:19: Unsere E-Mailadresse contact at dasmarktpsychogramm.de.
00:31:23: Und logisch wir alle also das ganze Team von unserem Podcast freut sich wenn ihr uns nicht nur bewertet sondern auch abonniert.
00:31:29: So Thomas und Dirk Habe ich irgendwas vergessen?
00:31:32: Gibt's noch was hinzuzufügen?
00:31:33: oder seid ihr mit heute zufrieden.
00:31:34: Wir haben in unseren Show-Notes die Hinweise und weiterführende Links zu unserem Studien.
00:31:42: Ja, aber ansonsten ist alles gesagt!
00:31:43: Vielen Dank, Marcel.
00:31:45: Dann machen wir jetzt Schluss.
00:31:47: Frohe Ustern und danke auch an alle Hörer.
00:31:51: Das war das Marktpsychogramm Menschen markten Medien Ein Maskenau Podcast mit dem Institut Concept
00:32:02: M und
00:32:03: Marcel Becker.
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